09.11.2017

Die Bundesleitung der komba jugend stellt sich vor

Valentino Lombardo (Foto: © komba jugend)
Valentino Lombardo (Foto: © komba jugend)

Zweiter Bundesjugendvorsitzende Valentino Lombardo

Ich bin 30 Jahre alt, Diplom-Verwaltungsbetriebswirt (FH) sowie Master of Laws (LL.M. Com.), wohne in Rheinland-Pfalz und leite als Landesbeamter gemeinsam mit einer Kollegin den Fachbereich Personalwesen, Justiziariat in einer oberen Landesbehörde innerhalb des Ressorts des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz.

Seit meinem Eintritt in den öffentlichen Dienst im Jahre 2007 bin ich Mitglied der komba gewerkschaft. Nach nur wenigen Monaten wurde ich kooptiertes Mitglied der Landesjugendleitung der komba rp und schließlich beim Landesjugendtag 2009 als Beisitzer in die Landesjugendleitung gewählt. Dort war ich als Verbindungsmann für die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz insbesondere für die Betreuung der dortigen Studentinnen und Studenten sowie die Organisation von Klausurenkursen und Informationsveranstaltungen verantwortlich. Mein Amt als Beisitzer der Landesjugendleitung habe ich 2013 beim Landesjugendtag zur Verfügung stellen, um mich mit dem notwendigen Engagement auf die intensive Arbeit innerhalb der Bundesjugendleitung konzentrieren zu können. Seit April 2013 bin ich nun bereits gewähltes Mitglied in der Bundesjugendleitung der komba gewerkschaft. Dort war ich in den vergangenen Jahren stellvertretender Vorsitzender und im Wesentlichen für Öffentlichkeitsarbeit und Medien sowie die Betreuung verschiedener Landesjugendleitungen zuständig. Im Zuge des vergangenen Bundesjugendtages wurde ich am 5. Mai 2017 von den stimmberechtigten Delegierten zum zweiten Bundesjugendvorsitzenden gewählt und bin seither innerhalb der Bundesjugendleitung zuständig für Finanzen sowie Öffentlichkeitsarbeit und Medien. Darüber hinaus bin ich für alle Fragen rund um das Thema Dienstrecht zuständig, weshalb ich die komba jugend im Dienstrechtsausschuss vertrete. Außerdem bin ich zentraler Ansprechpartner der Landesjugendleitungen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Vor allem die Nähe zur gewerkschaftlichen Basis und damit letztlich der direkte Kontakt zu den jugend Kolleginnen und Kollegen hat mir bei meiner Arbeit innerhalb des Landesverbandes immer besonders Spaß gemacht. So gelingt es uns auch letztlich als komba jugend, die Belange junger Bediensteter stets auf allen Ebenen unserer Gewerkschaft einzubringen und gegenüber der Politik und der Arbeitgeber zu vertreten. Unser Leitsatz „Nähe ist unsere Stärke“ stellt für mich dabei keine abgedroschene Floskel dar, sondern bildet vielmehr das Fundament unseres gewerkschaftlichen Engagements.

Gerade deshalb ist es mir wichtig, auch bei meiner Arbeit innerhalb der Bundesjugendleitung einen engen Kontakt zu den Landesjugendleitungen und den Mitgliedern der Orts- und Kreisverbände zu pflegen. Unsere Arbeit als neue Bundesjugendleitung wird innerhalb unserer vierjährigen Amtszeit insbesondere durch die immer größeren Herausforderungen des demografischen Wandels und den auszubauenden Perspektiven für Nachwuchskräfte im öffentlichen Dienst geprägt sein. Diese Herausforderungen gilt es, auch durch den Einsatz der meinem Geschäftsbereich zugeordneten neuen Medien und der Öffentlichkeitsarbeit zu stemmen. Denn nur, wer seine gewerkschaftliche Arbeit publik macht, seine Ideen verbreitet und auf Missstände innerhalb des öffentlichen Dienstes aufmerksam macht, kann etwas bewegen. Wir müssen insgesamt das Image des öffentlichen Dienstes und seiner Bediensteten in der breiten Bevölkerung deutlich verbessern. Das Bild des „trägen“ Beamten ist längst überholt und bildet keineswegs die tägliche Wirklichkeit ab. So gibt es unzählige junge motivierte und engagierte Bedienstete, die sich täglich für ihre Mitmenschen einsetzen. Aber auch die durch die Föderalismusreform immer weiter auseinander driftenden Schere im Beamtenbereich gilt es wieder enger zusammenzuführen. Hierfür will ich mich in meiner Funktion als Mitglied des Dienstrechtsausschusses in den kommenden Jahren intensiv bemühen. Insgesamt gilt es jedoch das teilweise angestaubte Dienstrecht etwas zu polieren und auf die Neuerungen der modernen Arbeitswelt anzupassen ohne dabei jedoch die hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums in Frage zu stellen. Deshalb spreche ich mich auch vehement gegen eine Aufweichung des Streikverbots für Beamtinnen und Beamten sowie gegen die Einführung einer Bürgerversicherung aus.

Wir als junge Bedienstete sind die Zukunft, die Träger des öffentlichen Dienstes und damit letztlich auch die Träger der Gesellschaft. Denn kein bzw. ein schwacher öffentlicher Dienst bedeutet aus meiner Sicht keine Sicherheit, keine Ordnung, keine Bildung ,keine Kinderbetreuung, keine Sozialen Leistungen, keine Wahlen, keine Teilhabe, keine Rechtsstaatlichkeit, keine Daseinsfürsorge, keine Wirtschaftsförderung, keine Nachhaltigkeit, kein Staat. Ich will das nicht! Danke an alle Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst, die durch ihren täglichen Einsatz unserem Zusammenleben das Gepräge geben.

Als Bundesjugendleitung haben wir uns deshalb gemeinsam mit den Landesjugendleitungen viel vorgenommen. Als starkes und junges Team werden wir diese Herausforderungen meistern und für Perspektiven der jungen Bediensteten innerhalb der öffentlichen Verwaltung kämpfen. Hierfür sind starke Gewerkschaften und Berufsverbände notwendig. Deshalb gilt es stets junge und motivierte junge Menschen für den Solidaritätsgedanken für den die Gewerkschaften eintreten, zu begeistern und zu gewinnen. Zur Nachwuchsakquise ist deshalb die stetige Präsenz in den sozialen Medien unerlässlich. Ich sehe in Folge dessen den kontinuierlichen Ausbau der Internetpräsenz sowie die Präsenz in den verschiedenen sozialen Medien insbesondere als Gewerkschaftsjugend als eine der wichtigsten Aufgabe der kommenden Jahre, die ich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Bundesjugendleitung bewältigen möchte.