Gleichstellung von Frauen und Männern

Trotz einer großen Entwicklung in der Vergangenheit ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf noch immer nicht abgeschlossen. Die Geburt eines Kindes und anschließende Elternzeit hemmen auch im Jahr 2014 weiterhin die Karrierechancen von überwiegend Frauen, da die damit einhergehenden Abwesenheitszeiten nachteilig ausgelegt werden und in dieser Zeit kinderlose Kollegen ungehindert ihren Aufstieg voranbringen können. So ist vor allem auf der Führungsebene immer noch ein starkes Gefälle zwischen Männern und Frauen zu verzeichnen. Als familienfreundliche Arbeitgeber müssen hier Konzepte entwickelt werden, die zum einen die Betreuung und Erziehung von Kindern sicherstellen, anderseits jedoch nicht zur Folge haben, dass Mütter in dieser Zeit aus dem Fokus ihres Arbeitgebers geraten.

Weiter ist nicht nachvollziehbar, warum Berufe, die üblicherweise mit Frauen besetzt sind, in der Entgeltstruktur hinter anderen Berufsfeldern zurückstehen. Das Beispiel des Erzieherbe-rufs zeigt sehr deutlich, dass die Wertigkeit der frühkindlichen Erziehung und damit eines Kernbereichs der menschlichen Entwicklung, in keiner Weise die selbe Wertigkeit erhält, wie der eher durch Männer geprägte Beruf des Gymnasiallehrers oder Hochschulprofessors. Hier bedarf es dringend einer tiefgreifenden Debatte über die Eingruppierung dieser verantwortlichen Tätigkeiten in das Gesamtsystem der Bildungsberufe.

Kontakt Gleichstellung

Daniel Schlichting

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